Logo der Evangelischen Kirche Solln

"Berichte"

Impulse und Neuigkeiten aus unserer Kirchengemeinde

Leitartikel

 

Der Weihnachtsbaum

Christbaum nennt man ihn hier – mit ihm zieht die Verkündigung des Weihnachtsevangeliums in die Wohnung, die Botschaft von der Geburt des Christus, des (wörtlich übersetzt) Messias.

Ein Weihnachts– oder Christbaum besteht aus vielen Symbolen:

Weihnachtsbaum

Er hat immergrüne Zweige. Sie sind ein sehr altes Zeichen aus Zeiten des römischen Reiches und weisen auf das ewige, immerwährende Leben in Christus hin.

Sein gerader Stamm bedeutet die Weltenachse – in Christus wurde die Weltenachse neu eingesenkt, in Christus ist die Erde neu verankert.

Die Kugeln versinnbildlichen die Planeten – Christus ist nicht nur für die Erde gekommen, sondern für den ganzen Kosmos. Das Lametta spiegelt den Lichtglanz Gottes wieder, den die Engel zu den Hirten auf den Feldern von Bethlehem brachten, als sie die Geburt des Messias verkündeten.

Strohsterne symbolisieren das Stroh der Krippe – in Armut kommt der Herr der Welt.

Die Kerzen (ganz traditionell zwölf) stehen für die zwölf Jünger Jesu. Die wiederum stehen für die zwölf Stämme Israels, das Volk Gottes. So weisen die Kerzen am Christbaum auf das ganze Volk Gottes hin, dem die Verheißungen der ganzen Bibel, des Alten wie des Neuen Testamentes gelten. Das Licht der Kerzen leuchtet für alle Völker der Welt.

Manche hängen 33 Papierrosen an den Baum, für die überlieferten 33 Lebens- Theologie jahre Jesu.

Alles aufgehängte Zuckerwerk hängt mit der Erlösung der Menschen vom ewigen Tod durch Christi Auferstehung zusammen: Süß ist das Heil!

Der Stern an der Spitze endlich weist auf den Stern von Bethlehem hin, der die Weisen aus dem Morgenland auf die Geburt eines großen Königs aufmerksam machte und sie auf den Weg nach Bethlehem lockte – ein Symbol für die Kirche aus allen Völkern in der Erde.

Jetzt noch die Geschichte von der Geburt Jesu in Bethlehem aus der Bibel (Lukas Kapitel 2, 1 – 21) vorlesen vor der Bescherung – damit wird das Weihnachtsfest aus Konsum, Stress und Chaos herausgelöst und wieder in seinen ursprünglichen Zusammenhang gestellt.

Und warum schenken wir uns etwas?

Weil Gott uns sich selbst geschenkt hat im Menschen Jesus aus Nazareth.

Traditionell bleibt der Christbaum in unseren Breiten bei Protestanten bis zum 6. Januar stehen, dem Tag der drei Weisen, den wir Epiphaniasfest nennen und katholische Christen Dreikönig. In katholischen Haushalten bleibt er manchmal bis zum 2. Februar, Maria Lichtmess genannt. Danach ist die Weihnachtszeit vorbei.

Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit wünscht Ihnen

Ihre

Regina Hallmann

Brot für die Welt

Alle gute Gabe

…kommt her von Gott dem Herrn. Drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn – so geht ein sehr bekannter Kanon, der gerne in Gemeinden und Familien vor dem Mittagessen gesungen wird. Der Anblick des Essens kann für eine Familie in Malawi so aussehen wie auf unserem Foto. Ein afrikanisches Festessen! Hühnchen und Reis, Bohnen, Gemüse und Nsima, der Maisbrei. In dem südostafrikanischen Land verändert der Klimawandel, wie in so vielen Ländern dieser Erde, die Natur dramatisch. Vom Regen gibt es entweder zu viel oder zu wenig und das heißt: entweder es wächst nichts richtig, weil die Feuchtigkeit fehlt oder es wird alles weggeschwemmt. Doch „auf Gott hoffen“, die Zeile, die wir in unserem Kanon singen, die heißt auch: wir können uns gegenseitig helfen. In der Organisation SCOPE sind Menschen engagiert, die in Malawi vor allem Schulkindern das Gärtnern nach einem bestimmten Prinzip beibringen, dem Prinzip der Permakultur. Mit diesem Prinzip wird wieder neu deutlich, wie wir die Kreisläufe der Natur unter den Bedingungen, die wir gerade erleben, am besten nutzen können. Die Kinder gründen in ihren Schulen Garten-Klubs. Sie sind sehr stolz, wenn sie ihre Aussaat pflegen und aufziehen und dann von der Ernte belohnt werden. Zuhause in ihren Familien machen die meisten Kinder weiter. So profitieren alle davon und: die malawischen Familien haben mehr Obst und Gemüse auf dem Speiseplan.

Erntedank, das ist teilen und danken, loben und hoffen. Erntedank, das ist der Dank für die Schöpfung unserer gesamten Erde. Wir können teilen und gemeinsam lernen, wie wir im Klimawandel

Brot für die Welt, Menschen in Afrika

miteinander auf diesem Planeten leben. Die Organisation SCOPE (Schools and Colleges Permaculture Programmes) hilft, Menschen unter schwierigen Bedingungen den Anbau vielfältiger Lebensmittel zu ermöglichen. Dabei werden die Prinzipien der Permakultur genutzt. Von dem von Brot für die Welt geförderten Projekt profitieren über 40.000 Schülerinnen und Schüler an 40 Schulen in ganz Malawi.

64. Aktion Brot für die Welt. Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft.

Helfen Sie helfen.
Spendenkonto Bank für Kirche und Diakonie
IBAN : DE10 1006 1006 0500 5005 00
BIC : GENODED1KDB

Brot für die Welt, Logo

 

Musik in Solln

Erfolgreiche Zusammenarbeit beim Petrus-Chor

Liebe Gemeinde,

bereits seit April 2022 haben die Chöre der Reformations-Gedächtniskirche und der Petruskirche zusammen geprobt und am 16. Juli war es soweit: In der Reformations- Gedächtniskirche in Großhadern haben wir miteinander die „Messe brève“ von Léo Delibes und die Festmotette "Laudate Dominum" von Robert Jones im Konzert aufgeführt. Ein schönes Erlebnis, welches mit viel Applaus von einem begeisterten Publikum gewürdigt wurde!

Petrus-Chor

Wie schön, dass wir dann gleich zwei Wochen später beide Stücke noch einmal im Rahmen der Musikalischen Abendandacht in der Apostelkirche Solln singen durften. Die Zusammenarbeit hat beiden Chören viel Spaß gemacht und wird sicher bei anderer Gelegenheit wiederholt.

Jetzt proben wir aber erst einmal für unseren Beitrag zur Friedensdekade im November und hoffen sehr, dass nach zwei Jahren „Corona- Pause“ wieder einmal eine Adventsmusik mit dem Chor der Petruskirche stattfinden wird! Dafür nehmen wir gerne noch Sängerinnen und Sänger auf! Wenn Sie singen können und Spaß an der Chorgemeinschaft haben, kommen Sie gerne mittwochs um 20 Uhr zur Probe in die Petruskirche. Wir freuen uns über Verstärkung in allen Stimmen!

Heike Haage

 

Evangelischer Verein

Der Evangelische Verein hat Verstärkung bekommen

Der Evangelische Verein freut sich sehr, seit dem 1. September 2022 Frau Claudia Passek als Verstärkung begrüßen zu können. Sie wird sich in den nächsten Monaten an der Seite von Frau Ursula Kiermaier in alle Belange des Vereins einarbeiten. Nachfolgend stellt sie sich selbst der Gemeinde vor ....

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,- der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“
Hermann Hesse


Geboren und aufgewachsen in Berlin, studierte ich nach dem Abitur Germanistik, Grundschulpädagogik, Erziehungswissenschaften und Psychologie. In München absolvierte ich das Aufbaustudium Buchwissenschaft. Über 18 Jahre lang habe ich in einem Schulbuchverlag pädagogische Fachbücher und später auch eine Fachzeitschrift für Lehrkräfte betreut. Hier konnte ich meine Leidenschaft zum Buch und meine Begeisterung für pädagogische Themen einbringen.

Claudia_Passek

Und doch vermisste ich etwas. Immer öfter stellte ich mir die Frage: Ist es das, was ich beruflich die nächsten Jahrzehnte machen möchte? Erfüllt mich diese Aufgabe? Nach vielen Gesprächen im Familien- und Freundeskreis reifte in mir ein Entschluss: Ich wollte mir einen Herzenswunsch erfüllen und berufsbegleitend eine 4-jährige Yogalehrerausbildung absolvieren. Dabei bin ich mit Themen und Fragen in Kontakt gekommen, die mich seither nicht mehr losgelassen haben und die ich in zwei weiteren systemischen Coachingausbildungen vertiefen konnte: Wie kann es uns gelingen, zufrieden und sinnerfüllt zu leben? Was stärkt unsere Resilienz? Denn das Leben stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen – sei es im beruflichen oder im privaten Kontext. Leben bedeutet Wandel. Das beschreibt Hermann Hesse in seinem eingangs zitierten Gedicht „Stufen“ sehr anschaulich. Dabei bedeutet Wandel nicht immer, dass alles schlechter wird. Manchmal kann ein Wandel auch der Beginn von etwas Neuem sein und verborgene Stärken und Seiten unserer Persönlichkeit zur Entfaltung bringen.

Menschen in unterschiedlichen Phasen eines Wandels zu begleiten und zu unterstützen, ist mein großes Anliegen. Und so habe ich mich von der Stellenausschreibung des Evangelischen Vereins München-Solln sofort angesprochen gefühlt. Mit meinem Engagement möchte ich einen Beitrag dazu leisten, die Lebensqualität von älteren Menschen zu verbessern sowie Ängste und Vorurteile gegenüber dem Thema „Alter“ abzubauen. Dies kann in Einzelgesprächen erfolgen, aber auch durch Aktivitäten in der Gruppe, durch Vorträge oder im gemeinsamen Austausch. Denn niemand muss die Stufen des Lebens alleine erklimmen. Zusammen ist es oftmals leichter. Und so freue ich mich auf viele interessante Begegnungen mit Ihnen – z. B. beim Adventstee, Seniorentreff oder in der Einzelberatung. Sprechen Sie mich gerne an!

Sie erreichen mich unter der gewohnten Nummer der Sozialen Beratungsstelle des Evangelischen Vereins: 089 7914584.

 

Herzlich Ihre Claudia Passek