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"Berichte"

Impulse und Neuigkeiten aus unserer Kirchengemeinde


 

Leitartikel

 

 

Pentekoste

Pentekoste

„Pentekoste“. Das klingt, mit ein bisschen Fantasie, schon ein bisschen wie „Pfingsten“. Wie die meisten Feste des Christentums hat auch das Pfingstfest seine Wurzeln im Judentum. Im Judentum wird das Fest „Schawuot“ 50 Tage nach Pessach gefeiert. Und das Pessachfest, mit dem Passalamm und den ungesäuerten Broten, als Erinnerung an den Auszug aus Ägypten, hat Jesus mit seinen Freunden gefeiert (Markus 14,1ff), bevor er gekreuzigt wurde. – Dann, 50 Tage später dieses Fest, Pentekosté, Pfingsten. Das griechische Wort pentekosté heißt „der fünfzigste“. Nach 7 * 7 Tagen = 49, dieser fünfzigste Tag.

So kommt es, dass wir 7 Wochen nach Ostern, das ganz eng mit dem Pessachfest verbunden ist, das Pfingstsfest, das 50-Tage-Fest feiern. Als die Freunde Jesu sich zu diesem Schawuotfest, dem Fünfzigstentagfest, in Jerusalem einfanden, geschah jenes Ereignis, von dem die Apostelgeschichte (Apg 2) erzählt. Menschen aus der ganzen bewohnten Welt (Apg 2,9-11), zumeist Jüdinnen und Juden und wohl auch Touristen der Antike, hielten sich in Jerusalem auf (Apostelgeschichte 2). Dann passiert das „Merk“-würdige. Trotz unterschiedlichster Sprachen entsteht ein gemeinsames „Verstehen“. „Wir hören sie in unseren Sprachen die großen Taten Gottes verkünden.“ (Apg 2,11) Dieser Spirit ist heilig!

Heute helfen dabei Internetplattformen wie z.B. https://www.deepl.com/translator, und unterschiedliche Apps z.B. Theologie „AllLanguage Translator“. Dazu freundliche Menschen wie z.B. Olexandra, Sascha, Ludmilla, Maryna, Nelja … die beherzt die Kommunikationsgräben zwischen Menschen aus der Ukraine und München- Solln überbrücken. Sie ermöglichen Verstehen auch beim Feiern unserer Gottesdienste für Kinder ebenso wir für Erwachsene.

Die Unfähigkeit, miteinander so sprechen zu können, dass ein gemeinsames Verständnis entsteht, wurde von Alters her als der große spirituelle Bruch verstanden. Die Geschichte vom Turmbau zu Babel (1. Mose 11) erzählt davon in einem grandiosen Bild. Die überhebliche Selbstbezogenheit ist das Grundübel. Sie stellt die spirituelle Mitte der kollektiven Zusammengehörigkeit und die Bezogenheit aufeinander in Frage, leugnet sie. Das ist wohl das Grundproblem in Bezug auf ein globales friedliches Zusammenleben von Mensch und Natur.

Wenn Menschen nicht mehr miteinander reden können, weil Wortwirklichkeiten nicht zu trauen ist, ist das der tiefste Verlust der Mitmenschlichkeit.

Wie großes Glück entsteht, wenn Wortwirklichkeiten getraut und vertraut werden kann, ein gemeinsames Verständnis von Weltverantwortung entwickelt wird. Für solche Hoffnung steht mir Pfingsten. In der Hoffnung auf Rettung in aussichtsloser Situation bitte ich darum, dass dieser Spirit bei uns und global einkehrt.

Herzlichst
Ihr

Christoph Grötzner

"Ihr müsst erzählen, wir schön unser Land ist"

3 Monate in Israel / Palästina mit dem ökumenischen Begleitprogramm EAPPI

„Ihr müsst erzählen, wir schön unser Land ist“. Das sagte uns eine Beduinenfrau in einem Dorf im Umland von Ost-Jerusalem bei unserem letzten Treffen. Sie fügte hinzu: „… und wie schwer unser Leben ist unter der Besatzung.“

Elisabeth Kretschmar-Marx 2020 in Israel

Vor zwei Jahren hatte ich mich bei EAPPI, einem Programm des Ökumenischen Rats der Kirchen, als ökumenische Begleiterin in Israel Palästina beworben. Heuer im Frühsommer – von April bis Ende Juni – konnte ich endlich zu meinem Einsatz nach Israel fliegen.

Das Ökumenische Begleitprogramm in Palästina und Israel (EAPPI) unterstützt lokale und internationale Anstrengungen, die israelische Besatzung zu beenden und zu einer Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts durch einen gerechten Frieden beizutragen. Alle Aktivitäten stützen sich auf das Völkerrecht und die einschlägigen UN-Resolutionen.
Der Auftrag des Programms ist es, Palästinenser und Israelis bei gewaltlosen Aktionen zu begleiten und gemeinsame Anstrengungen zur Beendigung der Besatzung zu unternehmen. Als Begleiter:innen beobachten wir die Lage vor Ort, u.a. an den zahllosen Checkpoints, die an vielen Stellen nicht nur an den Grenzen, sondern auch mitten im besetzen Gebiet Palästinas stehen. Wir begleiten palästinensischen Kinder und Jugendliche auf ihren Schulwegen, wir besuchen bedrängte Gemeinwesen und Beduinendörfer und stehen nach Hauszerstörungen betroffen vor Steinhaufen, die noch vor kurzem das Heim von Familien waren. Allein durch unsere strikt gewaltlose Anwesenheit schaffen wir Öffentlichkeit und gewähren so Schutz. Wir melden Verstöße gegen die Menschenrechte und das humanitäre Völkerrecht und wir unterstützen Aktionen gewaltlosen Widerstands an der Seite lokaler Friedensaktivisten, christlicher und muslimischer Palästinenser ebenso wie Israelis. Als ökumenische Begleiterinnen üben wir Solidarität mit den Kirchen und allen, die sich gegen die Besatzung wenden.

Elisabeth Kretschmar-Marx 2020 in Israel

Neben dem Einsatz im Land ist Öffentlichkeitsarbeit zur Lage vor Ort eine wichtige Aufgabe. Deshalb haben alle Begleitpersonen Berichte aus dem Einsatz geschrieben, die über die Website und auf sozialen Netzwerken veröffentlicht werden (Zum EAPPI Blog).

Elisabeth Kretschmar-Marx 2020 in Israel

Nun bin ich zurück. Ich habe viel erlebt und gesehen – das faszinierende Heilige Land mit all seiner Geschichte, 5000 Jahre bis herauf in die Gegenwart. Ich habe viele wunderbare Menschen auf allen Seiten getroffen: Palestineser:innen, Israelis, friedensbegeisterte Menschen und „Internationals“ wie mich.
Nun kann ich aus eigener Anschauung darüber berichten. Ich werde auch in Solln, in unserer Gemeinde einen Vortrag halten. Sie können mich aber auch jederzeit direkt ansprechen, wenn sie interessiert an einem Vortrag in ihrer Gruppe sind.


Weitere Informationen zum Programm finden sich auf der Webseite des Netzwerks: Das EAPPI Netzwerk .

Ihre Elisabeth Kretschmar-Marx

Bewahrung der Schöpfung

Artikel aus der Mitgliederzeitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Region München

(Bild bitte anklicken - PDF)

Artikel aus der Mitgliederzeitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Region München

 

Unterstützung für Geflüchtete aus der Ukraine

Artikel aus der Mitgliederzeitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Region München

(Bild bitte anklicken - PDF - Artikel hat zwei Seiten!)

Artikel aus der Mitgliederzeitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Region München

Artikel aus der Mitgliederzeitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Region München

 

Der neue Jugendkeller in der Apostelkirche

Im letzten Jahr hatten wir, die evangelische Jugend Solln, neben unserer normalen ehrenamtlichen Tätigkeit noch ein ganz besonderes Großprojekt:
Die Renovierung unseres Jugendkellers.
Gemeinsam als Team haben wir uns das ambitionierte Ziel gesetzt, einen gemütlichen aber auch für Feiern tauglichen Jugendraum zu schaffen. Und so viel sei vorweggenommen: das haben wir auf jeden Fall erreicht!

Das ganze Abenteuer begann mit dem Entrümpeln des Jugendkellers. Das ging sogar soweit, dass wir die alte Bar abbauten und uns vornahmen, an einem anderen Platz im Raum eine komplett Neue zu errichten.
Dann ging es in den Baumarkt. Neben Material für die Bar wurde auch Farbe und Malerkleidung besorgt. Sodass wir auch schon mit unserer großen Streichaktion beginnen konnten. Die roten Wände verwandelten sich in Wände mit angenehmen grau-beige Tönen, die den Raum viel heller wirken lassen.

Zwei junge Frauen weisseln Wände des Jugendkellers, evangelische Kirche Solln

Nach den Wänden kam unsere wohl größte Herausforderung an die Reihe: Das Planen und Bauen der Bar. Hier war unsere Divise „learning by doing“. Wie steht das Konstrukt stabil im Raum? Wie müssen die Maße sein, sodass man den Stauraum optimal nutzen kann? Dies waren nur ein paar Fragen, die uns auf dem Weg begegneten. Die Mühen und langen Nächte haben sich gelohnt. Die Bar steht auch ein Jahr nach Errichtung und erfüllt alle unsere Anforderungen.

Junger Mann baut Theke im Jugendkeller, evangelische Kirche Solln

Die Theke im Rohbau fertig, im Jugendkeller, evangelische Kirche Solln

Als die Veränderung im Jugendkeller unverkennbar war, ging es an die Lichtplanung, Dekoration und Soundtechnik. Mit einem vollgepackten Einkaufswagen an Kissen, Pinnwänden und Pflanzen kamen wir im Jugendkeller an. Diese kleinen Feinschliffe verliehen dem Raum eine gemütliche Atmosphäre.

Mit der Fertigstellung des Jugendkellers hatten wir das große Bedürfnis, unser Werk mit vollem Stolz zu präsentieren. So konnten wir im November – vier Monate nach Renovierungsbeginn- eine Feier veranstalten, zu der wir die Jugendleiter von Andreas- und Jakobuskirche eingeladen haben. Diese Einweihung markierte den Beginn eines wieder regelmäßig genutzten Jugendkellers.

Wir wollen uns ganz herzlich für alle Spenden bedanken! Nicht nur haben diese es uns ermöglicht einen schönen Treffpunkt zum Planen zu schaffen, sondern haben uns auch als Jugendgruppe mehr zusammengeschweißt. Dafür sind wir sehr dankbar.

Junger Mann baut Theke im Jugendkeller, evangelische Kirche Solln

Die Theke im Rohbau fertig, im Jugendkeller, evangelische Kirche Solln

Eure Paula Munz

Kirchenmusik

Die Kirchenmusik in unserer Gemeinde ist ein großer Schatz.

Liebevoll gestaltete Gottesdienste, mit Orgel, Flügel, Instrumentalisten, Solisten, Bläserchor und Vokalchor. Wie schön, so zu feiern ... das erhebt die Seele. Dazu besondere Feste, große und kleine Chorkonzerte. Musik zur Ehre dessen, der uns unseren Lebensatem gibt.

Im Jahr 2021 mussten wir Abschiede nehmen. Frau Sabine Maier, die sich so liebevoll um die Kirchenmusik in der Petruskirche verdient gemacht hat, ist im Frühjahr gegangen. Kirchenmusikdirektor (KMD) Ernst Hagerer, der weit über 40 Jahre das kirchenmusikalische Leben der Apostelkirche facettenreich gestaltet hat, ist offiziell seit dem 30.06.2021 im Ruhestand.

Wie geht es weiter mit der Kirchenmusik in unserer Kirchengemeinde?

Ganz ehrlich: Das kann derzeit keiner genau sagen.
Der Landesstellenplan für Kirchenmusik in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern sieht für das Dekanat München einen deutlichen Einschnitt von 1,5 Stellen vor. Jede der vorhandenen Stellen ist wichtig. Die Dekanatssynode wird über die Verteilung der Stellen erst im nächsten Jahr beschließen. Erst dann kann von Seiten der Landeskirche im Zusammenwirken mit der Kirchengemeinde der Stellenanteil ausgeschrieben werden, der für unsere Kirchengemeinde durch die Dekanatssynode 2022 beschlossen werden wird.
Und bis dahin?

Wer spielt die Orgel(n) in den Gottesdiensten?

Orgeltastaur mit spielenden HändenFrau Monika Stocker steht im Zentrum des Orgeldienstes für unsere Gottesdienste. Herzlichen Dank! Sie wird die kirchenmusikalische Gestaltung der Gottesdienste in unserer Sollner Gemeinde mit Apostel- und Petruskirche koordinieren. Natürlich von Seiten des Büros von Jenny Claus unterstützt.
Also kommt zu ihrem Orgeldienst auch noch die Koordination von Chören, Instrumental- und Vokalsolistinnen.
Sie werden auch Ernst Hagerer immer wieder an der Orgel erleben, dazu etliche andere Organistinnen aus München.

Was ist mit dem Petruschor?

Großer Dank an Frau Heike Haage. Sie leitet den Chor der Petruskirche, seitdem dies – Coronabedingt - wieder geht. Immer wieder wird sie dabei an den Tasten von Sigrid Ruhm begleitet. So kommt der Chor der Petruskirche wieder zum Einsatz in den Gottesdiensten.

Die Gospel-Musik?

Der Dank gilt hier Herrn Fabian Schäfer zusammen mit den Sängerinnen und Sängern. Das Gospelprojekt, das vor einigen Jahren in der Petruskirche seinen Anfang nahm, geht weiter. Die Konfirmandinnen singen mit Fabian Schäfer und bereichern so das gemeindliche Leben. Gospel gehört zu uns und unseren musikalischen Ausdrucksformen unseres Glaubens und Bekennens.

Bläser und Bläserinnen?

Herr Andrew Williams wird das Dirigat, die Leitung übernehmen! - Bisher und bis Weihnachten spielen die Bläserinnen und Bläser unseres Bläserchores unter Leitung von KMD Ernst Hagerer. In Zukunft wird Herr Williams, den Sie vielleicht schon als Solist auf der Trompete in einem unserer Gottesdienste genossen haben, die Chorleitung übernehmen.

Die Sollner Kantorei / der Kammerchor?

Mit Dank und großer Freude nehmen wir als Kirchengemeinde das wunderbare Angebot von KMD i.R. Ernst Hagerer an. Er wird auch bis zu den Sommerferien 2022 die Chorleitung weiterführen. Er sagt: „Das ist für mich eine glückliche Situation. Ich kann das weiter machen, was ich so gerne tue und getan habe. Und muss nicht sofort mit allem aufhören.“ Wir sagen Dank und freuen uns sehr!

Dank an die Partnerinnen: Stiftung Zukunft & Verein der Sollner Sonntagskonzerte

Die Stiftung in unserer Kirchengemeinde wird sich auch weiterhin dem Zweck der Stiftung folgend und im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten für die Förderung der Kirchenmusik verwenden. Nur so war die Anstellung des Kirchenmusikers bisher möglich.
Der Verein „Sollner Sonntagskonzerte“ mit seinen etwa 130 Mitgliedern steht wesentlich für die Ausstattung der großen Orchesterkonzerte gerade (z.B. Oratorien). Ohne diese Form modernen Mäzenatentums ist diese Form von Kirchenmusik nicht darstellbar. Die Erlöse durch den Verkauf von Eintrittskarten tragen bei weitem nicht den Kosten- Aufwand.
Ihr Beitrag zur Stiftung, Ihre Zustiftung, Ihr Beitritt in den Verein fördern, kräftigen und stärken.
Herzlichen Dank allen, die die wunderbare Kirchenmusik zur Ehre und zum Lob Gottes, als Ausdruck unseres Glaubens und Bekennens in dieser Welt möglich machen: Sängerinnen, Instrumentalisten, Choristinnen, Leitenden, Stifterinnen, Vereinsmitgliedern …

Dank an den, der uns die Musik als sinnenhafte Ausdrucksmöglichkeit schenkt.

Ihr Christoph Grötzner

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